Ortsrundgang der Klasse 3a durch Kürnbach
Am Montag, den 20. Juli 2026, unternahm die Klasse 3a der Grundschule Kürnbach gemeinsam mit Naturparkführer Herrn Grahm und Frau Neurohr einen spannenden Ortsrundgang durch Kürnbach. Ziel war es, mehr über die Geschichte des Ortes und das Leben früher zu erfahren.
Die erste Station war der Sportplatz. Herr Grahm erzählte den Kindern, dass sich dort früher ein Feld befand und der untere Sportplatz eher einem Acker ähnelte. Auf der gegenüberliegenden Seite, beim Bauernhof Hammann, stand einst eine Dreschscheune.
An der Lindenstraße erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie die Straße zu ihrem Namen kam. Früher gab es in Kürnbach noch keine Straßennamen. Die Lindenstraße wurde nach dem großen Lindenbaum benannt, der am Ende der Straße steht.
Im Bereich des Schotterwegs berichtete Herr Grahm von Hochwassern aus seiner Kindheit. „Das Wasser stand mir damals bis zu den Knien“, erzählte er. Damals floss noch das Abwasser in den Humsterbach und bei Hochwasser in Richtung des heutigen Autohauses bis in die Ortsmitte. Viele der heutigen Wohnhäuser gab es noch nicht – stattdessen lagen dort Gärten. Beim Tor zum alten Ortskern entdeckte die Klasse eine schmale Lücke zwischen den Häusern. Herr Grahm erklärte, dass dies früher der wichtigste Durchgang für Fußgänger, Fahrräder und Tretroller zum Humsterbach und zu den Gärten war. Die Straßen in der Ortsmitte waren damals viel enger, da die Häuser näher beieinanderstanden.
Anschließend führte der Rundgang am Deutschordenshaus und am vermutlich ältesten Haus Kürnbachs vorbei. In der evangelischen Kirche zeigte Herr Grahm historische Luftaufnahmen des Ortes und erklärte den Kindern das Grabmal des Adelshauses Sternenfels zu Kürnbach. Außerdem erfuhren sie, dass ein Stein mit der Jahreszahl 1499 gefunden wurde und man daher weiß, wie alt die Kirche ist.
Weiter ging es am Weinhaus sowie an der badischen und der hessischen Kelter vorbei zum Durchgang am Rathaus. Dort betrachteten die Schülerinnen und Schüler den Text und das historische Bild von Kürnbach. Am Wasserspielplatz angekommen, durfte die Klasse eine Spielpause einlegen. Dieser heißt auch Apothekergarten, da dort die Heilpflanzen der alten Apotheke wuchsen. Auf dem Rückweg zur Schule führte der Weg den Dorfberg hinauf durch die Weinberge. Oben zeigte Herr Grahm den Kindern den entfernt liegenden sogenannten Totenhohlweg, der von Sulzfeld nach Kürnbach führte.
Der Ortsrundgang war für alle Kinder eine interessante und abwechslungsreiche Zeitreise in die Geschichte ihres Heimatortes. Vielen Dank an Herrn Grahm für die vielen spannenden Geschichten.
C. Neurohr





